Beiträge von FlyChris

    Auch wirst du dann wahrscheinlich den RWD haben. Das ist von der Leistung bei dem Fahrzeuggewicht wirklich untermotorisiert.

    Ob der RWD untermotorisiert ist, wurde hier AWD oder RWD und hier 204 oder 385 PS schon diskutiert. Die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich, aber einige kommen mit der Leistung des RWD offenbar klar - das gilt auch für diejenigen, die zwar den AWD haben, aber im Eco-Modus fahren (der macht den AWD ja im Prinzip zu einem RWD).

    Ich denk darüber nach mir für den Kia einen Kia v2l adapter ev9 Adapter zu kaufen um doch hin und wieder elektrische Geräte auch unterwegs laden/nutzen zu können.

    Den brauchst Du ja nur, wenn Du Geräte von außen anschließen möchtest - ist das der Fall? Ich habe zwar den V2L Adapter von Kia, aber hab ihn ehrlich gesagt noch nie genutzt - die Steckdose im Kofferraum reicht mir aus.

    Hallo und schon mal danke. Glücklichwerden bedeutet, dass ich zumindest nicht auf der Hinstrecke (max 175 km, Schnitt 130 km) nicht schon laden muss und nach dem ersten Termin einen Schnelllader im Umkreis finde. Im Regelfall fahr ich im Zielgebiet dann eher noch ca. 50km Kurzstrecke bevor es wieder auf die Heimreise geht. Es muss folglich auch im Winter mit 130 kmh und Heizung möglich sein, die 150km anzureisen, dann ggf. schon zu Laden mit max 30 Minuten, dann noch ca 50 km von a nach b und dann wieder die 150km nach Hause. Ich habe leider im ganzen Netz niemanden gefunden, der den 75 kwh als Außendienstfahrzeug nutzt, um einen Erfahrungsbericht zu erhalten. Auch wenn er schlecht ausfallen würde. Ich benötige hauptsächlich Platz für 5 Personen. Alternativ wäre ein Kodiaq bzw. Ein Peugeot 5008 platztechnisch möglich. Der EV9 ist in diesem Vergleich natürlich das deutlich coolere Auto.

    175km wirst du locker schaffen, wenn Du mit 90-100% SoC los fährst. Aber wenn Du in deinem Beispiel nach dem Laden noch 200km zurückfahren musst, dann wird das sehr eng. Am HPC lädst Du nur bis ca. 80% SoC "schnell", das wären in dem Fall nur 60kWh. Damit kommst Du dann aber wenn überhaupt nur sehr knapp wieder nach Hause mit 130km/h auf der Autobahn. Sorry, aber ein 75kWh Akku ist für das Auto einfach zu klein, es sei denn man fährt fast ausschließlich Strecken deutlich unter 200km. Und dass Du keine Erfahrungsberichte dazu findest, liegt wahrscheinlich daran, dass es erstens die Variante noch gar nicht so lange zu bestellen gibt und zweitens das vermutlich auch nur ein Bruchteil der Käufer tun wird. Bei den 115 dokumentierten Bestellungen hier im Forum hat offenbar auch kein einziger diese Variante gewählt.

    Meine Frage: Mit deiner/eurer Erfahrung der letzten, kalten Wochen, ist es realistisch mit täglich ca 250 bis 350km Strecke (hin und zurück) und einer kleinen 75kwh Batterie glücklich zu werden?

    Wenn zum Glücklichwerden gehört, dass Du bei der Strecke nicht zwischendurch laden musst, dann definitiv nein. Mit 75kWh kommst Du selbst mit 100% SoC beim Start auf Autobahnfahrten und aktuellem Wetter ziemlich sicher keine 300km. Aber auch generell wäre mir ein 75kWh Akku viel zu klein bei dem Auto.

    Auch scheint es mir interessant zu sein, manchmal eine richtige Bremsung hinzulegen, nicht immer nur zur Rekuperieren. Meine hinteren Bremsscheiben fangen schon an, leichte Riefen zu zeigen und sich ungleichmäßig abzunutzen und zu rosten. Da wäre es einfach mal nötig, ordentlich den Anker zu werfen.

    ...dafür gibt es extra eine "Reinigungsfunktion", siehe S. 485 in der https://www.kia.com/content/dam/kwcms/kme/de/de/assets/contents/uti...:

    Reinigung der Bremsscheibe


    Wenn sich Rost auf der Bremsscheibe befindet oder ein Quietschen zu hören ist, reinigen Sie die Bremsscheibe mit der Bremsscheibenreinigung, um die Bremsscheibe zu reinigen. Die elektrische Energieeinsparung kann bei der Verwendung der Bremsscheibenreinigung abnehmen, da das regenerative Bremssystem begrenzt wird.

    - Halten Sie die Taste AUTO HOLD länger als 3 Sekunden gedrückt.
    - Die Bremsscheibenreinigung beginnt, wenn ein Alarm im Kombiinstrument erscheint.
    - Das regenerative Bremssystem wird beim Bremsen etwa 10 Mal begrenzt, wenn Sie fahren, wodurch Quietschen und Rost an den Bremsen vermieden werden.
    - Die Bremsscheibenreinigung schaltet sich automatisch ab, wenn der Vorgang beendet ist. Sie können das System auch ausschalten, indem Sie die Taste AUTO
    HOLD länger als 3 Sekunden gedrückt halten.

    Sorry, dann habe ich es falsch verstanden.


    Durch den Allrad-Antrieb (egal wie schwer das Auto ist, beim EV9 natürlich noch mehr) "schieben" alle 4 Reifen. Das ist gut, wenn man bergauf fahren möchte. Wenn er noch intelligent ist (erkennen der Fahrbahn-Oberfläche) ist es natürlich noch besser. Aber z.B. in einer Kurve werden 4 Reifen angetrieben. 2 davon fahren nach links oder rechts, die anderen zwei wissen nicht wohin und schieben einfach oder ganz blöd, wenn plötzlich die "falsche" Seite auf den Hinterrädern eine andere Oberfläche haben.


    Ich empfehle wirklich jedem, einmal ein Fahrsicherheits-Training zu machen. Am besten sogar auf Schnee. Oder halt mit "Rüttelplatte" und nassem Untergrund. Ich möchte es dieses Jahr mal mit dem EV9 machen. Bis jetzt hatte ich es mit einem FWD und einem AWD schon gemacht. Beim FWD hatte ich weniger Mühe als mit dem AWD. Und als ich beim AWD den 4x4 abstellt, war auch dieser beherrschbar. Das man bergrunter immer langsamer fahren muss mit AWD hatte mir mein Fahrlehrer bereits 1987/1988 (Prüfungsdatum 29.02.1988, also im Winter gelernt) gesagt.

    Danke für die Erläuterungen! Ich bin mir aber nicht sicher, ob das auch so auf den EV9 zutrifft. Dein erstes Argument wäre ja eher ein Argument gegen RWD bei Kurvenfahrten, denn durch den Heckantrieb wären es in dem Fall doch grundsätzlich die "falschen" Reifen, die schieben? Der ADAC sieht es wohl ähnlich:

    Allradantrieb:
    "Sichereres Fahren in glatten Kurven, mit hoher Fahrstabilität (nicht unbedingt schneller!) im Vergleich zu konventionellen Antriebsarten."






    Das war auch nicht eine Antwort auf eine deiner Einträge, sondern auf FlyChris' Eintrag.

    Du antwortest mir, dass Du nicht mich meinst...sondern mich? Da komme ich nicht mehr mit ;)


    Doch, das ergibt Sinn und habe ich tatsächlich bei 2 verschiedenen Fahrsicherheits-Trainings selbst erlebt.

    Ja, beim Beschleunigen macht es Sinn. Bei Kurvenfahrten schon wieder weniger wobei es auch hilfreich sein kann bei angepasster Geschwindigkeit. Dort muss das ESP eingreifen, und dafür braucht es keinen 4x4.


    Was genau hast Du denn erlebt beim Fahrsicherheitstraining? Dass es sinnvoller sein kann, kein AWD zu nutzen, obwohl es verfügbar wäre? In welchen Situationen wäre das denn der Fall? Dass AWD nicht überall Vorteile hat, ist völlig klar, das hat aber auch niemand behauptet, aber dass es Nachteile hat, wäre mir neu (was nichts heißt - in dem Fall lerne ich dann gerne was).

    So stimmt das nicht. In jedem Fahrsicherheits-Training wird dir gesagt, dass der Allrad eigentlich nur für Bergauf eine Hilfe ist. Bergrunter solltest du, wenn du z.B. nur einen permanenten 4x4 hast, sehr, sehr langsam fahren (langsamer als ohne 4x4) oder eben ausstellen. 4x4 heisst nicht, dass du ohne rutschen fahren kannst - für das ist z.B. das ESP. 4x4 heisst lediglich, dass dir bei rutschigem Untergrund geholfen wird, vorwärts zu kommen.


    Fazit: 4x4 ist keine Garantie, nicht zu rutschen.

    Ja, AWD hat nicht in allen Situationen Vorteile gegenüber RWD und ist schon gar keine Garantie, nicht zu rutschen, das ist doch klar. Ich hab aber auch nie was anderes behauptet, sondern mich nur darauf bezogen, dass das bewusste Abschalten von 4x4 durch den ECO-Modus bei winterlichen Verhältnissen für mich keinen Sinn ergibt. Und 4x4 Antrieb bringt durchaus mehr als nur "bei rutschigem Untergrund besser vorwärts zu kommen", sondern erhöht auch die Stabilität in Kurven und beim Beschleunigen bei rutschigem Untergrund.