Naja so wie ich das verstehe, kann ein Reifen eine bestimmte Kraft übertragen.
Das ist die Summe aus Beschleunigung bzw. Verzögerung und Seitenführung (lenken).
Somit ist es in bestimmten Situationen von Vorteil, wenn die Vorderachse nur Seitenführungskräfte übertragen muss…
Deswegen schiebt ein FWD eher über die Vorderachse, was häufig als leichter zu kontrollieren bewertet wird.
Der RWD bricht dann eher hinten aus weil die Vorderachse die Seitenführungskräfte schafft, die Hinterachse aber eben nicht.
Beim AWD mit entsprechenden Leistung sind im Zweifelsfall eben alle Räder überfordert…
Gerade bei einem variablen Allrad ist das dann aber sowieso nicht mehr so eindeutig, wo mehr Kräfte anliegen, im Idealfall vermeidet die Regelung einen Zustand der Überforderung.
Dann gilt aber auch: während eines Bremsvorgangs liegen eigentlich generell die größeren Verzögerungskräfte an der Vorderachse an, unabhängig vom Antriebskonzept und dann wird es eben schwierig…